GLN - Global Location Number
Aufbau der GLN
Die GLN besteht aus 13 Ziffern:
- GS1-Basisnummer (Unternehmenspräfix) – vergeben durch die nationale GS1-Organisation bzw. in der Schweiz durch die Stiftung Refdata
- Lokations- bzw. Objektreferenz – vom Unternehmen selbst vergeben, um einzelne Einheiten innerhalb der Basisnummer zu unterscheiden
- Prüfziffer – errechnet nach dem GS1-Standardalgorithmus, dient der Validierung
Da die GLN auf derselben Basisnummer beruht wie andere GS1-Schlüssel, kann aus ihr nicht direkt auf ein Unternehmen oder eine Person geschlossen werden. Zur Auflösung dienen Verzeichnisdienste wie GEPIR (Global Electronic Party Information Registry) oder im Schweizer Gesundheitswesen die Berufs- und Betriebsregister (siehe unten).
Praxisbeispiel: GLN eines Apothekers
Zur Veranschaulichung ein praktisches Beispiel einer GLN, wie sie für einen in der Schweiz registrierten Apotheker ausgestellt ist:

Ein paar Einordnungen zu den drei Blöcken:
- Länderpräfix (760): der GS1-Präfixbereich 760–769 ist Schweiz/Liechtenstein zugeordnet.
- Objekt-/Standortreferenz: dieser Teil wird von Refdata vergeben, die in der Schweiz die GLN für Medizinalpersonen (Ärztinnen, Apotheker, Zahnärztinnen usw.) herausgibt – u. a. für den Eintrag im Medizinalberuferegister (MedReg).
- Prüfziffer (9): nach dem GS1-Mod-10-Algorithmus berechnet – ich habe das nachgerechnet, sie stimmt für Ihre Nummer.
Wie wird die Prüfziffer berechnet?
Die Prüfziffer ist keine willkürliche letzte Ziffer, sondern das Ergebnis einer festen Rechenregel (Mod-10-Algorithmus) über die ersten 12 Stellen. Das erlaubt es Systemen, eine GLN sofort auf Tippfehler zu prüfen, ohne eine Datenbank abzufragen:
- Die ersten 12 Ziffern werden von rechts nach links abwechselnd mit 1 und 3 multipliziert
- Die Produkte werden addiert
- Die Prüfziffer ist diejenige Zahl, die die Summe auf ein Vielfaches von 10 ergänzt

Dieses Prinzip lässt sich auf jede echte GLN anwenden, um Tippfehler z. B. bei der manuellen Erfassung in einem System frühzeitig zu erkennen.